unser Messverfahren zur q0 Bestimmung auf Fahrbahndeckschichten
H.D. Range hat 1962 ein Verfahren entwickelt um ortsaufgelöst und ohne Beschädigung des  Fahrbahnbelages schnell einen Leuchtdichtekoeffizienten und den Spiegelfaktor bestimmen zu  können.    Bei diesem Verfahren wird aus einem definierten Winkel heraus die Fa hrbahnoberfläche  beleuchtet. Da in diesem Fall die Beleuchtungsstärke bekannt ist, kann über eine kalibrierte  Leuchtdichtekamera, die in einem Winkel von 1° die beleuchtete Messfläche auswertet, der q 0   sowie der  κ p   Faktor bestimmt werden.    Dies alte Verfahren wurde aufgegriffen und  in einem modernen, mobilen Messgerät   integriert .     Durch Kontrolle der zur Messung vorhanden Beleuchtungsstärke (im Gerät) im Anschluss an die  Messung kann gewährleistet werden, immer verifizierbare  Ergebnisse zu  erhalten.     Die   Fahrbahnleuchtdichte L   am   Fahrbahnpunkt P   wird von  der   Beleuchtungsstärke E   und den Reflexionseigenschaften der  Fahrbahnoberfläche bestimmt. Die   Beleuchtungsstärke   E ist  abhängig von der räumlichen   Lichtstärkeverteilung I (g,j)   der  Leuchten,   dem Lichtstrom der verwendeten Lampen und der  Geometrie der Beleuchtungsanlage. Die Reflexionseigenschaften  der Fahrbahnoberfläche werden durch  den   Leuchtdichtekoeffizienten q (g,j)   beschrieben, der im  Wesentlichen von der Lichteinfallsrichtung g, der  Beo bachtungsrichtung j und dem Beobachtungswinkel (auf 1°  festgelegt) abhängt und als räumliche Indikatrix dargestellt ist (Bild).       L = q · E     Trockene Fahrbahnoberflächen sind nach der Art ihrer  Reflexion in vier Klassen R1 bis R4 und in zwei international e  Klassen C1 und C2 eingeteilt. Für nasse Fahrbahnen sind  bisher keine anerkannten Klassifizierungen vorhanden, für  feuchte Fahrbahnen sind z.B. in nordeuropäischen Staaten W - Klassen definiert.   Fehlen die Angaben zu den Reflexionseigenschaften der  Fahrbahn oberfläche, wird in der Praxis oft als Standard der  Belag R3 mit einem mittleren Leuchtdichtekoeffizienten von q(0)  = 0,08 cd/(m² lx) vorausgesetzt. Neueren Empfehlungen nach sollte jedoch der Belag C2  zukünftig genutzt werden. Möchten Sie zwei verschieden e Berechnungen miteinander  vergleichen, so achten Sie unbedingt auf die Verwendung des gleichen Leuchtdichtekoeffizienten  (Annahme des gleichen Fahrbahnbelages)   Die Klasseneinteilungen trockener Fahrbahnen erfolgen aufgrund des Spiegelfaktors c(p) und  des  mittleren Leuchtdichtekoeffizienten q(0).    Stark streuend reflektierende, raue Oberflächen sind gekennzeichnet durch niedrige c(p) - Werte,  stark spiegelnd reflektierende, glatte Oberflächen durch hohe c(p) - Werte. Helle  Fahrbahnmaterialien (z.B. mit  Quarzit  Anteilen ) weisen hohe, und dunkle Fahrbahnmaterialien  (z.B. mit dunklen mineralischen Füllstoffen) niedrige mittlere Leuchtdichtekoeffizienten q(0) auf.    c(p) und q(0) können sich im Laufe der Nutzung der Fahrbahn durch Reifenabrieb, Ölspuren,  Verschmutzun gen, Feuchtigkeit usw. erheblich ändern.
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