Tunnelwiki - Informatives und Wissenswertes rund um die Tunnelbeleuchtung
Es gibt verschiedenste Regelwerke welches die Planungs- und Ausführungskriterien für Tunnel und Straßen definiert. Hier ein Auszug aus den Normen der Länder: Deutschland: Österreich: Schweiz: International: DIN 67542 Teil 1-4 RVS SN 640 551:2012 Teile 1-3 CIE 88 Guide DIN 13201 Planungshandbuch der ASFINAG Galerien und Unterführungen/Tunnel CEN Report EABT 2016 (ehem. RABT) EN 16276:2013 ZTV-ING Die Leuchtdichte Lv (englisch luminance) liefert detaillierte Information über die Orts- und Richtungsabhängigkeit des von einer Lichtquelle abgegebenen Lichtstroms. Die Leuchtdichte einer Fläche bestimmt, mit welcher Flächenhelligkeit das Auge die Fläche wahrnimmt und hat daher von allen photometrischen Größen den unmittelbarsten Bezug zur optischen Sinneswahrnehmung. Die Leuchtdichte beschreibt die Helligkeit von ausgedehnten, flächenhaften Lichtquellen; für die Beschreibung der Helligkeit von punktförmigen Lichtquellen ist die Lichtstärke besser geeignet. (Quelle Wikipedia) Die Beleuchtungsstärke Ev (englisch illuminance) oder Lichtstromdichte beschreibt den flächenbezogenen Lichtstrom, der auf ein beleuchtetes Objekt trifft. Ihr steht gegenüber die Lichtstärke, die den raumwinkelbezogenen Lichtstrom einer Lichtquelle beschreibt. Beleuchtung hat die Aufgabe, nicht-selbst-leuchtende Objekte (besser) sichtbar werden zu lassen. Dazu sind Beleuchtungsanlagen erforderlich, die ihrerseits umgangssprachlich verkürzt ebenfalls gerne als Beleuchtung (anstelle von Beleuchtungsanlage) bezeichnet werden. Beleuchtungsanlagen erzeugen mit Hilfe von Leuchtmitteln Licht, das durch die photometrischen Größen Lichtstrom und Lichtstärke beschrieben werden kann. Dieses Licht breitet sich, nachdem es seine Quelle verlassen hat, im Raum aus und trifft auf Objekte. Die Beleuchtungsstärke Ev beschreibt, welcher Anteil vom Lichtstrom auf einem Quadratmeter Fläche des beleuchteten Objekts ankommt. Die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke ist Lux (lx, von lateinisch lux, Licht) – gleichbedeutend mit Lumen durch Quadratmeter (lm/m2). Im angloamerikanischen Maßsystem, insbesondere im Nordamerikanischen Raum, wird die Einheit Foot-candle (fc) verwendet, welche den Lichtstrom, ausgedrückt in der Einheit Candela (cd) auf einen Quadratfuß (sq ft) bezieht. 1 fc entspricht etwa 10,764 lux. (Quelle Wikipedia) Auf Basis der vorgenannten Informationen ist unschwer zu erkennen, welch großen Einfluss eine Oberfläche auf die Leuchtdichten der Fahrbahnoberflächen hat. Eine Beleuchtungsanlage kann somit nicht vorrangig an der Leuchtdichte beurteilt werden, sondern vielmehr am Zusammenspiel von Beleuchtungsstärke, Lichtaustrittswinkel und Reflektionseigenschaft der Oberflächen auf die das Licht auftrifft. In Deutschland existieren derzeit etwa 330 Straßentunnel mit einer Gesamtlänge von über 260 Km. Jeder Tunnel ist individuell und bedarf seiner eigenen Planung. im ersten Schritt wird zunächst mittels des sogenannten "L20 Verfahrens" festgelegt, welche Einfahrtsleuchtdichte ein Tunnel generell benötigt. Dabei spielen die Geschwindigkeit (Haltesichtweite), die bauliche Gestaltung des Tunnelportals und vor allem die Umgebung eine entscheidende Rolle. Eine elementare Rolle bei der Planung und Bewertung von Beleuchtungsanlagen in Tunneln und auf Straßen sind die sogenannten "R- Klassen" bzw. in Zukunft abgelöst die 2 "C-Klassen" siehe Tabelle unten Eine bedarfsgerechte und ökonomische Tunnelbeleuchtung basiert also im wesentlichen auf den folgenden Faktoren: Geschwindigkeit Gestaltung des Portals und der Wände Der Aufbau einer Beleuchtungsanlage orientiert sich üblicherweise (es gibt auch die Variante einer sogenannten "Lichtschleuse") an einem CIE88 Kurvenverlauf und gliedert sich in 3 Teile (in D/A/CH): Die "Einsichtsstrecke" ist die Hälfte der Haltesichtweite, in oben genanntem Beispiel bei 80 km/h 99 Mtr. <hier ist es eine Gefällestrecke> , also ist die Einsichtsstrecke in dem Beispiel 49,50 Mtr. Daran schließt sich die "Übergangsstrecke" an, in deren Verlauf sinkt das Beleuchtungsniveau auf das 3-fache der Innenstreckenleuchtdichte (EABT) bzw. auf das 1,5-fache nach DIN. Die gesamte Länge der Adaptationsbeleuchtung errechnet sich somit aus dem Niveau der Leuchtdichte am Tunnelportal (hier 323 cd/m²) und der zulässigen Geschwindigkeit. Tunnelbeleuchtungen werden üblicherweise mit Gegenstrahlleuchten (Counterbeam) <b> in der Adaptationsstrecke und mit symmetrischen Leuchten <a>in der Innenstrecke betrieben. Gegenstrahlleuchten schaffen bei geringerem Energiebedarf ein gutes Kontrastsehvermögen. Eine noch weniger verbreiterte Variante sind Mitstrahlleuchten <c> in der Innenstrecke. Diese Beleuchtungsart ist für den Kraftfahrer besonders komfortabel, gewinnt aber erst mit der Einführung der LED-Technik Bedeutung und sollte nur in Tunnel eingesetzt werden, die nie im Gegenverkehrsbetrieb betrieben werden (Blendung!) Uns derzeit bekannte Lieferanten von Tunnelleuchten (ohne Wertung und Anspruch auf Vollständigkeit) heper europe GmbH in Hemer/Westfalen Broll Lighting in Wien Sensor Electronic aus Polen Buck Lighting Slowenien Siteco GmbH Traunreut
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Es gibt verschiedenste Regelwerke welches die Planungs- und Ausführungskriterien für Tunnel und Straßen definiert. Hier ein Auszug aus den Normen der Länder: Deutschland: DIN 67542 Teil 1-4 DIN 13201 EABT (RABT) ZTV-ING Österreich: RVS Planungshandbuch der ASFINAG Schweiz: SN 640 551:2012 Teile 1-3 International: CIE 88 Guide Die Leuchtdichte Lv (englisch luminance) liefert detaillierte Information über die Orts- und Richtungsabhängigkeit des von einer Lichtquelle abgegebenen Lichtstroms. Die Leuchtdichte einer Fläche bestimmt, mit welcher Flächenhelligkeit das Auge die Fläche wahrnimmt und hat daher von allen photometrischen Größen den unmittelbarsten Bezug zur optischen Sinneswahrnehmung. Die Leuchtdichte beschreibt die Helligkeit von ausgedehnten, flächenhaften Lichtquellen; für die Beschreibung der Helligkeit von punktförmigen Lichtquellen ist die Lichtstärke besser geeignet. (Quelle Wikipedia) Die Beleuchtungsstärke Ev (englisch illuminance) oder Lichtstromdichte beschreibt den flächenbezogenen Lichtstrom, der auf ein beleuchtetes Objekt trifft. Ihr steht gegenüber die Lichtstärke, die den raumwinkelbezogenen Lichtstrom einer Lichtquelle beschreibt. Beleuchtung hat die Aufgabe, nicht-selbst-leuchtende Objekte (besser) sichtbar werden zu lassen. Dazu sind Beleuchtungsanlagen erforderlich, die ihrerseits umgangssprachlich verkürzt ebenfalls gerne als Beleuchtung (anstelle von Beleuchtungsanlage) bezeichnet werden. Beleuchtungsanlagen erzeugen mit Hilfe von Leuchtmitteln Licht, das durch die photometrischen Größen Lichtstrom und Lichtstärke beschrieben werden kann. Dieses Licht breitet sich, nachdem es seine Quelle verlassen hat, im Raum aus und trifft auf Objekte. Die Beleuchtungsstärke Ev beschreibt, welcher Anteil vom Lichtstrom auf einem Quadratmeter Fläche des beleuchteten Objekts ankommt. Die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke ist Lux (lx, von lateinisch lux, Licht) – gleichbedeutend mit Lumen durch Quadratmeter (lm/m2). Im angloamerikanischen Maßsystem, insbesondere im Nordamerikanischen Raum, wird die Einheit Foot-candle (fc) verwendet, welche den Lichtstrom, ausgedrückt in der Einheit Candela (cd) auf einen Quadratfuß (sq ft) bezieht. 1 fc entspricht etwa 10,764 lux. (Quelle Wikipedia) Auf Basis der vorgenannten Informationen ist unschwer zu erkennen, welch großen Einfluss eine Oberfläche auf die Leuchtdichten der Fahrbahnoberflächen hat. Eine Beleuchtungsanlage kann somit nicht vorrangig an der Leuchtdichte beurteilt werden, sondern vielmehr am Zusammenspiel von Beleuchtungsstärke, Lichtaustrittswinkel und Reflektionseigenschaft der Oberflächen auf die das Licht auftrifft. In Deutschland existieren derzeit etwa 330 Straßentunnel mit einer Gesamtlänge von über 260 Km. Jeder Tunnel ist individuell und bedarf seiner eigenen Planung. im ersten Schritt wird zunächst mittels des sogenannten "L20 Verfahrens" festgelegt, welche Einfahrtsleuchtdichte ein Tunnel generell benötigt. Dabei spielen die Geschwindigkeit (Haltesichtweite), die bauliche Gestaltung des Tunnelportals und vor allem die Umgebung eine entscheidende Rolle. Eine elementare Rolle bei der Planung und Bewertung von Beleuchtungsanlagen in Tunneln und auf Straßen sind die sogenannten "R-Klassen" bzw. in Zukunft abgelöst die 2 "C-Klassen" siehe Tabelle unten Eine bedarfsgerechte und ökonomische Tunnelbeleuchtung basiert also im wesentlichen auf den folgenden Faktoren: Geschwindigkeit Gestaltung des Portals und der Wände Der Aufbau einer Beleuchtungsanlage orientiert sich üblicherweise (es gibt auch die Variante einer sogenannten "Lichtschleuse") an einem CIE88 Kurvenverlauf und gliedert sich in 3 Teile (in D/A/CH): Die "Einsichtsstrecke" ist die Hälfte der Haltesichtweite, in oben genanntem Beispiel bei 80 km/h 99 Mtr. <hier ist es eine Gefällestrecke> , also ist die Einsichtsstrecke in dem Beispiel 49,50 Mtr. Daran schließt sich die "Übergangsstrecke" an, in deren Verlauf sinkt das Beleuchtungsniveau auf das 3-fache der Innenstreckenleuchtdichte (EABT) bzw. auf das 1,5-fache nach DIN. Die gesamte Länge der Adaptationsbeleuchtung errechnet sich somit aus dem Niveau der Leuchtdichte am Tunnelportal (hier 323 cd/m²) und der zulässigen Geschwindigkeit. Tunnelbeleuchtungen werden üblicherweise mit Gegenstrahlleuchten (Counterbeam) <b> in der Adaptationsstrecke und mit symmetrischen Leuchten <a>in der Innenstrecke betrieben. Gegenstrahlleuchten schaffen bei geringerem Energiebedarf ein gutes Kontrastsehvermögen. Eine noch weniger verbreiterte Variante sind Mitstrahlleuchten <c> in der Innenstrecke. Diese Beleuchtungsart ist für den Kraftfahrer besonders komfortabel, gewinnt aber erst mit der Einführung der LED-Technik Bedeutung und sollte nur in Tunnel eingesetzt werden, die nie im Gegenverkehrsbetrieb betrieben werden (Blendung!) Uns derzeit bekannte Lieferanten von Tunnelleuchten (ohne Wertung und Anspruch auf Vollständigkeit) heper europe GmbH in Hemer/Westfalen Broll Lighting in Wien Sensor Electronic aus Polen Buck Lighting Slowenien Siteco GmbH Traunreut
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